Der Pfingstsonntag zeigte sich zunächst nicht mit dem allerbesten Wetter - aber vielleicht war es genau das gewesen, was den heutigen Jagderfolg letztlich ausgemacht hat!  Die heutige Pirsch hatte -für mich- außergewöhnliches im Gepäck - schließlich kam es heute zu einem Kontakt, auf den ich seit fast 38 Jahren gewartet hatte...

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 Die Pirsch begann unspektakulär. Sonnenaufgang. Ein paar Rehe, einige Feldhasen, ein Fuchs aus weiter Ferne.

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Gerade als ich mit Maggie daran war, mich an dem Reh im Rapsacker unbemerkt vorbeizuschleichen, entsteht urplötzlich Unruhe im Raps. Ca. 4m hinter uns entsteht Bewegung. Es raschelt. Der Raps schwingt hin und her (...die Rehe machen sich zwischenzeitlich davon...). Dann wieder Ruhe. 

Ich habe die Kamera schon im Anschlag, die Automatik-Leine von Maggie schon auf "STOP" - und warte auf den Hasen, der jetzt doch bitte aus dem Raps auf den Feldweg hoppeln wird. Vielleicht hoppelt wieder einer direkt auf uns zu - aus 4m könnte das ein wirklich gutes Foto werden. Hasen sind ja nicht die hellsten, scheint es manchmal... und hoppeln auf den Hund zu.. pfff...Durchatmen!

Vielleicht ist es doch sogar ein Fuchs? Das wäre der erste "gute" Fuchs in diesem Jahr. 
Die Unruhe wallt wieder auf und nähert sich dem Feldweg. Spannung. Und dann....mit einem nahezu unheimlichen "GRUMMELGRUMMELGRUMMEL" durchbricht ein Tier das Rapsdickicht und schiebt den länglichen Körper in einem unförmigen, wellenartigen Gang über den Feldweg. Und das richtig richtig schnell! Ein Dachs! Ich seh's - und kanns nicht glauben. Ein Dachs!

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Es ist mittlerweile schon nach 6 Uhr und die Sonne steht schon gut zwei handbreit über dem Horizont. Und ich bin ungefähr 2km vom nächsten Wald entfernt....Was sucht ein Dachs in einem Weinberg!? Bei Tageslicht? Erst vor ein paar Wochen hab ich wieder hören müssen "Ja, Dachs...da musst du nachts raus...bei Vollmond am besten...".

Ich weiss nicht, wie genau ich das Foto hingekriegt hab. Ich konnte dreimal abdrücken - dann war das gut 80cm lange Tier auch schon über den Weg rüber und im Unterholz einer Hecke verschwunden. Der Hund eskaliert. Völlig. Jegliche Erziehung ist beim Teufel. Ich bringe Maggie irgendwie in's "Platz" und...schaue bange auf die Kamera...hoffentlich hat wenigstens ein Foto gesessen. Nunja. Besser als Nichts. Der Kopf ist nicht drauf - aber: Hey! Das ist mein ALLERERSTER DACHS! Wirklich! Und ich bin wirklich viel draussen unterwegs! 

--> Kein Gutes Foto - aber ein saugutes Gefühl!

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